Wo wurde Sudoku erfunden? Nicht dort, wo Sie denken!

Das beliebte Zahlenrätsel wurde binnen kürzester Zeit fast explosionsartig zum Liebling unzähliger Leser auf der ganzen Welt. Die meisten von uns wissen, wie ein Sudoku aussieht, aber die wenigsten wissen, wie alles begann …

Die Vermutung liegt nahe, dass die Geschichte dieses Rätsels eine lange ist. Tatsächlich reicht sie bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts zurück, als viele französische Zeitungen Zahlenrätsel veröffentlichten, die sich großer Beliebtheit erfreuten. Anders als die modernen Versionen basierten diese Rätsel aber nicht auf Logik – beim Sudoku wird schließlich nicht gerechnet –, sondern auf Mathematik. Das erste Zahlenrätsel, das dem heutigen Sudoku ähnelt, datiert auf das Jahr 1886. Im Jahr 1895 veröffentlichte die französische Zeitung La France ein Rätsel, das fast genau dem Sudoku entsprach, wie wir es heute kennen. Anders als seine Vorgänger beinhaltete dieses Rätsel die Zahlen 1–9 und gilt damit als erster Vertreter seiner bis heute gängigen Form.

Dennoch sollte es bis Ende der 1970er-Jahre dauern, bis eine moderne Sudoku-Version das Licht der Welt erblicken sollte. In den USA schuf der Rätselautor Howard Garns ein Rätsel namens Number Place, dem allerdings kein Erfolg beschieden war. Dieses Rätsel fand in den 80er-Jahren seinen Weg nach Japan, wo es auch seinen heutigen Namen erhielt. Der ursprüngliche Name „suuji wa dokushin ni kaguru“ (eine Zahl, die ohne Paar bleiben muss) wurde später zu „su doku“ verkürzt, was so viel wie eigenständige Zahl bedeutet.

Der Durchbruch

Erst 2005 wurde Sudoku in der breiten Öffentlichkeit bekannt. Es begann in Großbritannien, vor allem dank des in Hongkong ansässigen Richters Wayne Gould, der ein Programm entwickelte, das viele Sudokus in kurzer Zeit erstellen konnte. Gould soll auf die Idee gekommen sein, als er 1997 in einem japanischen Buchladen auf ein halb fertiges Sudoku gestoßen war. Sechs Jahre brauchte Gould, um den weltweit ersten Sudoku-Generator fertigzustellen. Er verkaufte sein Rätsel unter dem Namen „su doku“ an die Times. Der erste Leserbrief, der sich auf darauf bezog, ließ nicht lange auf sich warten: Ian Payn beschwerte sich am Folgetag darüber, dass er wegen dieses neuen Rätsels seine U-Bahnstation verpasst habe und schlug vor, man solle es doch künftig mit einem entsprechenden Warnhinweis versehen.

Seinen Siegeszug begannt Sudoku also in Japan und Großbritannien. Ein Grund dafür mag die die lange Tradition von Logikspielen in den beiden Ländern sein. Aber warum ihm in Deutschland, Europa und letztlich der ganzen Welt ein solch beispielloser und dauerhafter Erfolg beschieden war – das ist schon schwieriger zu erklären. Außer vielleicht damit, dass Sudoku zum Suchtmittel taugt und ganz einfach Spaß macht.

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